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Markplatz-Recht

Kündigungsfrist nicht eingehalten: Arbeitsverhältnis kann trotzdem zum «falschen» Termin beendet sein
02-SEP-10 Verpasst ein Arbeitnehmer es, fristgerecht Klage gegen eine ordentliche Kündigung mit zu kurz bemessener Frist zu erheben, kann dies zur Folge haben, dass das Arbeitsverhältnis zum «falschen» Termin endet. So stellt das Bundesarbeitsgericht (BAG) klar, dass der Arbeitnehmer bei einer ordentlichen Arbeitgeberkündigung die Nichteinhaltung der objektiv richtigen Kündigungsfrist innerhalb der fristgebundenen Klage nach § 4 Satz 1 Künigungsschutzgesetz (KSchG) geltend machen muss, wenn sich die mit zu kurzer Frist ausgesprochene Kündigung nicht als eine solche mit der rechtlich gebotenen Frist auslegen lässt. Bedürfte die Kündigung der Umdeutung in eine Kündigung mit zutreffender Frist, gelte die mit zu kurzer Frist ausgesprochene Kündigung nach § 7 KSchG als rechtswirksam und beende das Arbeitsverhältnis zum «falschen» Termin, wenn die Kündigungsschutzklage nicht binnen drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung erhoben worden sei... weiter


Gesetzliche Neuregelungen zum 1. September 2010
01-SEP-10 Zum 01.09.2010 treten mehrere gesetzliche Neuregelungen in Kraft. So gilt ab dann das Verbot von Glühlampen über 60 Watt. Ebenfalls EU-weit verboten ist zudem der Handel mit Robbenerzeugnissen. Außerdem wurden das Waldgesetz und das Filmförderungsgesetz novelliert, wie die Bundesregierung mitteilt... weiter


Pkw-Verkauf: Mietwagen darf nicht als «Jahreswagen – ein Vorbesitzer/erste Hand» angepriesen werden
31-AUG-10 Ein Pkw, der gewerblich als Mietwagen genutzt wurde, darf nicht als «Jahreswagen – ein Vorbesitzer/erste Hand» zum Verkauf angeboten werden, ohne dass über die Art des Vorbesitzers aufgeklärt wird. Andernfalls sei das Angebot irreführend, hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm entschieden... weiter


Reiserecht: 90 Prozent Storno sechs Wochen vor Reisebeginn ist maßlos überzogen
Bei der Ermittlung der Höhe der Stornokosten, die ein Urlauber zu zahlen hat, weil er die gebuchte Reise nicht antritt, ist nicht die tatsächliche anderweitige Verwendung des dann frei gewordenen Platzes durch den Reiseveranstalter ausschlaggebend, sondern die objektiv noch mögliche. (Weil dieser Betrag im Regelfall höher sein wird, sinkt dadurch automatisch der zu zahlende Teil für den verhinderten Urlauber.) Insbesondere dann, wenn der Kunde zeitlich weit vor Reiseantritt gekündigt hat, müsse der Reiseveranstalter substantiiert vortragen, weshalb eine anderweitige Verwendung der Reiseleistung nicht möglich gewesen ist. Der Schaden muss dann korrekt berechnet werden. (Hier ging es um einen Kunden, der einen online bestellten Flug wenige Stunden später - wiederum online - storniert hatte. Von den für den Flug zu zahlenden 280 € sollte er 255 € an Stornogebühren bezahlen. Da der Flug erst 6 Wochen später stattfinden sollte, hielt das Amtsgericht Bonn die Forderung für maßlos überzogen - und gestand dem dadurch unzumutbar belasteten Kunden die Rückzahlung des vollen Reisepreises zu.) (AmG Bonn, 101 C 385/09)


Rechtsratgeber 'eBay & Recht' erschienen
 
Unter dem kurzen und prägnanten Titel "eBay & Recht" ist ein neuer Rechtsratgeber für Mitglieder des weltweiten Online-Marktplatzes eBay erschienen...weiter


Mandantenbrief: Mandate gewinnen, Mandanten binden
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Formularmäßige Vertragsstrafenabreden im Arbeitsvertrag zulässig
Vertragsstrafenabreden im Arbeitsrecht sind generell zulässig. Benachteiligen die Vertragsstrafenversprechen den Arbeitnehmer aber entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen, sind sie unwirksam. Der Arbeitnehmer muss in diesen Fällen die Vertragsstrafen nicht zahlen...weiter


Fristen beachten bei Invaliditätsentschädigungen
Nach einem Unfall sind für die Geltendmachung einer Invaliditätsentschädigung mitunter bestimmte Fristen zu beachten, bei deren Nichteinhaltung die Versicherung gegebenenfalls Zahlungen verweigern kann...weiter


Zur Haftung eines Hundehalters ohne klare Beweise
Zur Haftung eines Hundehalters wegen nicht klar nachgewiesener Tötung eines Rehbocks...weiter



Vor Öffnen einer Druckerpatrone ist auf die Verpackung zu achten
Wird die Verpackung einer gekauften Druckerpatrone zum Einsetzen der Patrone geöffnet und erst dann festgestellt, dass es sich um eine Farbpatrone statt einer schwarzen Patrone handelt, ist für die Verschlechterung Wertersatz zu leisten, da die Verpackung in der Regel optisch und schriftlich eindeutig ist...weiter



Wettbüro in Rheinland-Pfalz ohne Genehmigung: Untersagung
Ein Wettbüro in Rheinland-Pfalz, das Oddset-Sportwetten vermittelt, muss zunächst eine Genehmigung beantragen. Das gilt selbst dann, wenn es Sportwetten an einen Sportwettenveranstalter vermittelt, der in einem anderen Bundesland eine Erlaubnis hat...weiter



Keine Prostitution im Wohngebiet
Auch nach Inkrafttreten des neuen Prostitutionsgesetzes ist die gewerbsmäßige Ausübung der Prostitution in Wohngebieten unzulässig...weiter



Haftung des Betreibers einer Plattform für Online-Auktionen bei Markenrechtsverletzungen
Der Betreiber einer Plattform für sog. Online-Auktionen kann auf Unterlassung in Anspruch genommen werden, wenn Anbieter auf dieser Plattform gefälschte Markenprodukte anbieten...weiter



Telefonkunde muss Rechnung für widerrechtlichen Dialerkosten nicht zahlen
Als Telefonkunde ist man dem Netzbetreiber gegenüber dann nicht zur Zahlung erhöhter Verbindungsentgelte zu einer 0190- oder 0900-Mehrwertdienstenummer verpflichtet, wenn...weiter



Kündigung eines Betriebsratsmitglieds wegen Privattelefonaten
Unerlaubt und heimlich auf Kosten des Arbeitgebers geführte Privattelefonate können eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen...weiter



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